Referat von Bea Fünfschilling, Präsidentin lvb (20.2.08)
(Das ganze Referat ist als pdf-Datei durch Anklicken des Titels abrufbar)
Zwei Auszüge:
"...unterstützt der LVB eine inhaltliche Harmonisierung der Volksschule, wie sie mit dem Deutschschweizer Lehrplan, gemeinsamen Lehrmitteln, einheiltichen Bildungsstandars, harmonisierten Referenztests und abgestimmten Sek I-Abschlüssen vorgesehen ist. Allerdings lassen die Informationen, die bis jetzt über die Arbeiten am Lehrplan durchsickern, grosse Zweifel aufkommen, ob die hohen Erwartungen je erfüllt werden können. Ebenso wenig überzeugt die zwischen den Kantonen immer noch nicht koordinierte Neuanschaffung von Lehrmitteln und zudem wird durch die unterschiedliche Fremdsprachenstaffelung dem zwar guten Ansinnen der inhatlichen Harmonisierung ein Riegel geschoben, zumindest bei den Refernztests nach der bisherigen sechsten Klasse. Am Ende der Volksschulzeit sollen ja alle Schülerinnnen und Schüler beide Sprachen gleich gut beherrschen und dies unabhängig von der Anzahl erteilter Lektionen. Das sind Vorstellungen, die von der Realität zwar schon längst widerlegt sind, aber weil sie die Probleme so sauber unter den Tisch wischen, Bestand haben werden.
Ebenso herrscht die Meinung, eine strukturelle Harmonisierung sei zwingend. Dabei würde die Beschränkung auf die vorhergehend dargelegte inhaltliche Harmonisierung den Kantonen einen Rest von Spielraum und Souveränität lassen...."
..."Eigenständigkeit, Selbstverantwortung und Furchtlosigkeit sind also historisch gewachsene Basellandschaftliche Kultur, der übrigens auch der LVB zeit seines Bestehens ohne Zurückhaltung nachlebt. Genau so werden auch die andern Kantone ihre eigene gewachsene Kultur haben, welcher bei so einschneidenden Grossprojekten wie es ein Umbau der Schulsystems ist und bei denen Anpassungen an den Nachbarkonaton gefragt wären, viel zu wenig Rechnung getragen wird. So ist es nicht verwunderlich , wenn schon von Beginn weg von keiner Seite eine echte Bereitschaft da war, sich wirklich auf einen gemeinsamen Bildungsraum zu einigen. Lässt man auch die schlimmsten Ausrutscher wie Frühfremdssprachenstaffelung und Struktur und Dauer der Sekundarstufe I ausser Acht, ist immer noch offen, wo überhaupt Einigung erzielt werden wird."....
Dienstag, 4. März 2008
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