Mittwoch, 26. Dezember 2007
Verantwortlichkeit
Im geplanten integrativen Unterricht werden die Klassenlehrpersonen von Heilpädagog/innen unterstützt. Frage: Heisst "unterstüzten" "verantwortlich sein"? Wer ist für das individuelle Programm und den Lernfortschritt der ehemals Kleinklassenschüler/innen und neuerdings auch Sonderschulgrenzgänger/innen zuständig? Klassenlehrer oder Heilpädagogin? Nein, sagen Sie jetzt bitte nicht "das lösen sie im Team", denn für den Fall, dass Hansli vor lauter Überforderung nur noch kotzt im Unterricht, muss klar sein, in wessen Verantwortung das rasche Einleiten der richtigen Massnahmen liegt.
Ein ruhiger, ablenkungsarmer Arbeitsplatz
Wenn Oberstufenschüler/innen Mühe mit dem Erledigen ihrer Hausaufgaben haben, liegt es nicht selten an ihrem Arbeitsplatz: Ablenkung durch den Computer, Fernsehapparat, Bastelarbeiten, Handy. Der Tipp Freizeit- und Arbeitsplatz zu trennen kann das Problem manchmal lösen. Frage: Welche erfolgreiche pädagogische Feldforschung liegt der Idee zu Grunde in der Basis-oder Grundstufe Spielende und Arbeitende permanent zu mischen? Ich finde die mögliche Durchlässigkeit für (früh-)schulreife Kinder in der geplanten Basis- oder Grundstufe sehr gut aber mit klarer Trennung zwischen Spiel- und Arbeitsplatz: 200%-Arbeitspensum für zwei Gruppen innerhalb einer Basisstufe mit klarer Verantwortlichkeit "Kindergarten" und "Schule", zwei (warum um Himmelswillen 1,5 Zimmer und 1,5 Lehrpersonen?) nahe beieinander liegende Zimmer, die ein Wechseln zwischen "Kindergarten" und "Schule" nach den Bedürfnissen der Kinder und nach den Möglichkeiten (!) der Unterrichtenden zulassen.
Sonntag, 23. Dezember 2007
2- oder 3-gliedrige Oberstufe?
Solange sich die Kantone der deutschsprachigen Schweiz nicht auf ein Oberstufenmodell einigen können, gibt es gar keinen Grund diese Struktur jetzt zu ändern:
1. Leistungszüge in den Fächern Mathe / Franz / Englisch lassen sich auch im heutigen Modell verwirklichen: Es braucht einfach (einfach?) Stundenpläne, die zur gleichen Zeit diese drei Fächer für alle Oberstufenzüge anbieten.
2. Eine Namensänderung von Realschule zu Sek B löst kein einziges Problem dieser Stufe, im Gegenteil: Die neue Sek B vereinigt Kleinklasse, Realschule und einen Teil der (schwächeren) Sekundarschüler, allerdings in grösseren Klassen als bis anhin. Dieses Problem soll mit dem Sozialindex abgefedert werden. Fragen: Braucht dieser Sozialindex eine neue Struktur? Ist es nicht so, dass man mit dem Soazialindex die Oberstufenreform schmackhaft machen will? Welche Verbesserungen brächte die Einführung Sozialindexes in der heutigen Struktur? Was ist, wenn der Sozialindex zum Spielball von Sparübungen des Kantons wird?
3. Ändert man jetzt die Struktur, läuft man Gefahr in ein paar Jahren wieder Anpassungen vornehmen zu müssen, wenn sich die Kantone - so habe ich den Auftrag des Volkes an die Kantone verstanden ! - einmal zu einheitlichen Modellen durchgerungen haben sollten.
1. Leistungszüge in den Fächern Mathe / Franz / Englisch lassen sich auch im heutigen Modell verwirklichen: Es braucht einfach (einfach?) Stundenpläne, die zur gleichen Zeit diese drei Fächer für alle Oberstufenzüge anbieten.
2. Eine Namensänderung von Realschule zu Sek B löst kein einziges Problem dieser Stufe, im Gegenteil: Die neue Sek B vereinigt Kleinklasse, Realschule und einen Teil der (schwächeren) Sekundarschüler, allerdings in grösseren Klassen als bis anhin. Dieses Problem soll mit dem Sozialindex abgefedert werden. Fragen: Braucht dieser Sozialindex eine neue Struktur? Ist es nicht so, dass man mit dem Soazialindex die Oberstufenreform schmackhaft machen will? Welche Verbesserungen brächte die Einführung Sozialindexes in der heutigen Struktur? Was ist, wenn der Sozialindex zum Spielball von Sparübungen des Kantons wird?
3. Ändert man jetzt die Struktur, läuft man Gefahr in ein paar Jahren wieder Anpassungen vornehmen zu müssen, wenn sich die Kantone - so habe ich den Auftrag des Volkes an die Kantone verstanden ! - einmal zu einheitlichen Modellen durchgerungen haben sollten.
Harmonisierung I
Bei der Lancierung der Kleeblätter verspürte ich fast so etwas wie Euphorie: Wird es tatsächlich gelingen, die Kantone der deutschsprachigen Schweiz unter eine Decke zu bringen: Basis- oder Grundstufe, Primarstufe bis und mit 6. Klasse und eine einheitliche Oberstufe. Zudem einheitliche Lehrmittel, Lehrpläne mit klaren Standards, einheitlicher Fremdsprachenbeginn. Von dem ist wenig geblieben. Frage: Warum verkauft man jetzt plötzlich diesen riesigen Umbau mit UNGENÜGEN DER AARGAUISCHEN SCHULE?? Eine Ware verkauft sich nicht besser, wenn man das Konkurrenzprodukt schlecht macht, das weiss jeder Verkäufer. Glaubt der Erziehungsdirektor tatsächlich, dass er mit Schlechtreden unserer Arbeit einen Euphorieschub für die Kleeblätter bei der Lehrerschaft auslösen kann?
Donnerstag, 20. Dezember 2007
Durchlässigkeit an der Oberstufe
Dank Repetition der Klasse ist es heute möglich z.B. von der 3. Sek in die 3. Bez zu wechseln oder aber von der Realschule in die Sek. Frage: Wie ist der Wechsel von der Sek B in die Sek M vorgesehen? Ist er überhautp möglich? Verliert man beim "Aufstieg" ein Jahr? (Es soll mir niemand kommen mit "dank individualisierendem Unterricht wird der Übertritt auch ohne Verlust eines Jahres möglich sein")
Mittwoch, 19. Dezember 2007
Integration II
Das Einbinden von fremdsprachigen Kindern ist in den letzten Jahrzehnten exakt nach dem integrativen Modell erfolgt: Sofort in die Klasse integrieren mit Begleitlektionen „Deutsch für Fremdsprachige“. Diese Lehrpersonen haben sich sehr oft total eingesetzt für diese Kinder. Der PISA-Test hat gezeigt, dass gerade ein Grossteil dieser Schüler/innen durch unser Bildungsnetz gefallen sind. Hat da der integrative Ansatz versagt? Frage: Was wird anders sein am geplanten integrativen Ansatz (z.B. für fredmsprachige Kinder), dass man in dieser Hinsicht zuversichtlicher sein kann?
Integration I
Ich kann mich an meine Schulzeit mit integriertem Unterricht vor knapp 50 Jahren erinnern: Da gab es Schüler/innen, die nach der 6., sogar nach der 5. Klasse aus der Schule entlassen wurden, weil sie nach div. Sitzenbleiben ihre Schulzeit erfüllt hatten. Mit den Kleinklassen wurde dieses Problem entschäft. Frage: Welche Entscheidungskriterien werden gelten für den Übertritt von der Basisstufe in die Mittelstufe, bzw. Mittelstufe in die Oberstufe: Alter und/oder Erreichen von Lernzielen?
Die Kleeblätter - viele Fragen offen
Vor lauter Werbung für die 4 Kleeblätter geht das Fragenstellen unter: Was genau handelt sich der Kanton Aargau ein, wenn er diese Vorlagen im übernächsten Jahr annehmen sollte. Ich werde hellhörig, wenn Hinterfragen nicht gewünscht wird, und unser Bildungsdirektor auf konkrete Fragen zu unserem zukünftigen Auftrag unwirsch mit "Wenn Sie das nicht können, so müssen Sie den Beruf wechseln" reagiert.
Was brennt unter den Nägeln? Wo liegen die Stärken, aber auch die Schwächen, Fallstricke der angestrebten Erneuerungen. Ich werde nochmals hellhörig, wenn bei Evaluationen z.B. der Basisstufe nur Positives herauskommt, alle nur begeistert sind. Dazu eine erste Frage: Wie geht es eigentlich ADHS-Kindern in Schulstuben mit individualisiertem Unterricht?
Eine Antwort auf diese Frage? Interesse geweckt? Dann mitdenken, mitschreiben, Fragen aufwerfen, Antworten formulieren. Hier hast du, haben Sie, die Chance angehört zu werden!

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Was brennt unter den Nägeln? Wo liegen die Stärken, aber auch die Schwächen, Fallstricke der angestrebten Erneuerungen. Ich werde nochmals hellhörig, wenn bei Evaluationen z.B. der Basisstufe nur Positives herauskommt, alle nur begeistert sind. Dazu eine erste Frage: Wie geht es eigentlich ADHS-Kindern in Schulstuben mit individualisiertem Unterricht?
Eine Antwort auf diese Frage? Interesse geweckt? Dann mitdenken, mitschreiben, Fragen aufwerfen, Antworten formulieren. Hier hast du, haben Sie, die Chance angehört zu werden!
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